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Presseinformation von UK Trade & Investment Düsseldorf, 24. Januar 2008 PDF Drucken E-Mail

Finanzhilfen und niedrige Löhne für deutsche Manager bei Auslandsinvestitionen nicht entscheidend

Subventionen oder niedrige Arbeitskosten sind nicht das ausschlaggebende Kriterium, wenn deutsche Firmen im Ausland investieren. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das Monheimer Institut im Auftrag der britischen Wirtschaftsförderung UK Trade & Investment durchgeführt hat. Viel wichtiger sind Faktoren wie die Erschließung neuer Märkte, stabile politische Verhältnisse und eine gute sprachliche Verständigung. Für die Studie wurden 400 Manager aus deutschen Unternehmen befragt, die entweder schon ins Ausland expandiert haben oder sich dies in den nächsten Jahren vorstellen können.


Absatzchancen und verlässliche Rahmenbedingungen im Fokus

Wenn deutsche Manager überlegen, ins Ausland zu gehen, dann in erster Linie um neue Märkte zu erschließen. Andere Kriterien, die ähnlich hoch bewertet werden, sind das Wachstumspotenzial eines Marktes und die politischen sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen. Dazu gehören beispielsweise unkomplizierte gesetzliche Regelungen, attraktive Steuersätze und einfache Zulassungsvoraussetzungen. Erst dann folgen Erwägungen zu den Arbeits- und Produktionskosten. Finanzielle Förderprogramme rangieren in der Rangliste unter ferner liefen.

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Großbritannien bei deutschen Investoren beliebter Standort

Vor diesem Hintergrund ist es wenig überraschend, dass entwickelte Länder wie Großbritannien bei deutschen Managern nach wie vor zur ersten Wahl zählen. In keinem anderen europäischen Land sind mehr deutsche Firmen präsent als auf der Insel - insgesamt rund 3.000.

Die in der Studie befragten Führungskräfte schätzen Großbritannien als interessanten Absatzmarkt, der gekennzeichnet ist durch eine liberale Gesetzgebung und der Steuervorteile bietet. Tatsächlich belegt Großbritannien wegen des niedrigen Grads der Regulierung im internationalen Vergleich regelmäßig Spitzenplätze. Der Unternehmenssteuersatz liegt jetzt schon niedriger als in vielen anderen westlichen Industrienationen und wird zudem im April auf 28% gesenkt.

Im internationalen Wettbewerb um ausländische Direktinvestitionen kann sich Großbritannien dementsprechend gegen die Konkurrenz in Europa aber auch gegen aufstrebende Volkswirtschaften wie China, Indien oder Rußland gut behaupten. Laut UNCTAD hat kein anderes Land der Welt außer den USA in den vergangenen drei Jahren mehr neue Investitionen angezogen als Großbritannien.


Über UK Trade & Investment:

UK Trade & Investment berät und unterstützt britische Firmen beim Handel im Ausland (Trade) und deutsche Unternehmen bei Investitionen in Großbritannien (Investment). Die Investitions¬förderung ist für deutsche Unternehmen, die in Großbritannien investieren oder ihre Geschäftstätigkeit dort ausbauen möchten, ein wichtiger und zentraler Ansprechpartner. In den letzten 20 Jahren hat UK Trade & Investment rund 5.000 Unternehmen bei Investitionsvorhaben in den unterschiedlichsten Sektoren unterstützt. Die auf Branchen spezialisierten Berater helfen bei der Standortwahl und der Unternehmensgründung sowie bei der Kontaktaufnahme zu Behörden, Industrie, Universitäten, Forschungseinrichtungen und Branchennetzwerken. Website: www.uktradeinvest.de


Über das Monheimer Institut:

Seit der Gründung des Monheimer Instituts 1984 hat sich das Institut zu einem der führenden mittelständischen Markt- und Meinungsforschungsinstitute in Deutschland entwickelt, das heute seine Forschungsleistungen national wie auch international anbietet. Website: www.monheimerinstitut.com


Welche Faktoren sind bei Auslandsinvestitionen wichtig?
Befragt hat das Monheimer Institut 400 deutsche Führungskräfte aus überwiegend mittelständischen Firmen in den Branchen Life Science, Erneuerbare Energien, Hochtechnologie sowie Informations- und Kommunikationstechnologie. Die Umfrage wurde zwischen August und Oktober 2007 durchgeführt.


 
Rang  Faktor   Wert* 
1 Erschließung neuer Märkte 89 
2 Stabile politische Verhältnisse/Gute sprachliche Verständigung  75 
4 Präsenz auf Wachstumsmarkt  73 
5
Unkomplizierte gesetzliche Regelungen  69 
6 Attraktive Steuergesetzgebung  68 
7 Hohe Produktions- und Qualitätsstandards  67 
8 Gute Verkehrsinfrastruktur  65 
9 Qualifizierte Fachkräfte  63 
10 Einfache Zulassungsvoraussetzungen für neue Produkte  62 
11 Niedrige Arbeits-/Produktionskosten  61 
12 Einfache Grenz- und Zollformalitäten  58 
13 Offenheit der Bevölkerung für neue Ideen  56 
14 Bereits Erfahrung in der Zusammenarbeit/Finanzielle Förderprogramme  55
16 Hohe Kaufkraft der Bevölkerung  54 
17 Nähe zu Großkunden  52 
18 Attraktive Forschungs- u. Entwicklungskapazitäten  50 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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