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Home-Visits - Der intime Blick in die Verbraucherwelt |
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Dienstag, 26. September 2006 |
Hersteller sind regelmäßig auf der Suche nach Produktinnovationen, Produktoptimierungen und neuen Produktideen. Ein Unterfangen, das nicht einfach ist.
Die Marktforschung ist hierzu zwar ein Hilfsmittel, aber nicht immer eine wirkliche Lösung, um Trends und Bedürfnisse von Verbrauchern aufzudecken.
Neben Methoden wie Einzelinterviews, psychologischen Tiefeninterviews, telefonischen oder schriftlichen Befragungen oder Gruppendiskussionen gerät häufig eine Methode in Vergessenheit – die Beobachtung. Wie verwenden Frauen Haushaltsgeräte, welche Unzufriedenheiten zeigen sich im Umgang mit diesen Geräten oder wie vielseitig sind Heimwerker-Geräte zu verwenden, Fragen, die In-Home-Visits beantworten können. Wählen Sie doch einige Frauen aus, die gerade einen Mixer gekauft haben und beobachten sie sie bei der Produktanwendung. Beobachten bedeutet, dass man die Konsumentinnen für ca. 1 ½ Stunden in ihren Haushalten für ein "lockeres Gespräch" aufsucht. "Lockeres Gespräch" bedeutet, dass ein ausgebildeter Interviewer dieses Gespräch führt, begleitet von einem Kameramann, der Phasen dieses Gespräches, u.a. die konkrete Produktanwendung und Verhaltensweisen im Bild festhält.
Unsere bisherigen Erfahrungen mit In-Home-Visits haben gezeigt, dass die Bereitschaft zur Teilnahme an diesen Besuchen hoch ist und dass sich Verbraucher gerne stellvertretend für die Mehrheit als Sprachrohr sehen, wenn sie über Unzufriedenheiten, Schwierigkeiten und Anwendungsprobleme berichten können.
Für Produkt- bzw. Marketingverantwortliche bieten die Ergebnisse dieser Visits, vor allem die Videobeobachtung, anschauliche, oftmals überraschende Erkenntnisse, die unmittelbar in den Produktentwicklungs- und Innovationsprozess einfließen können.
Die Ergebnisse der In-Home-Visits werden unter Einsatz professioneller Kameratechnik festgehalten und in ausgewählten Videosequenzen, mit analysierenden Untertiteln zur Verfügung gestellt. Zudem wird ein Directors Cut erstellt, der die interessantesten und eindrucksvollsten Szenen als Kurzfilm zusammenfasst.
In-Home-Visit-Analysen erheben keinen Anspruch auf statistische oder psychologische Repräsentativität, sondern bieten bewusst einen direkten Blick in die Verbraucherwelt. Je nach Fragestellung reichen zwischen 10 und 20 In-Home-Visits aus.
Erfahrungen haben auch gezeigt, dass Bildimpressionen aus der Verbraucherwelt oft Innovationspotenziale aufzeigen. Häufig ist man überrascht, was Verbraucher konkret als problematisch im Umgang mit Produkten erleben. Manchmal sind es die einfachen Dinge des Lebens, die durch Veränderungen zu einer Produktoptimierung beitragen könnten. Wenn z.B. ein Produkt angemischt werden muss und auf der Verpackung hierfür entsprechende Anweisungen zu lesen sind, ist man erstaunt, zu sehen, wie 10 Anwender dies auf 10 unterschiedliche Arten bewerkstelligen. Bei der Nutzung von Haushaltsgeräten ist es insbesondere für den Hersteller interessant, zu erleben, welche "Fehler" bei der Anwendung gemacht werden und worüber sich Konsumenten ereifern. Auch die vermeintlich einfach bedienbare Kaffee- oder Espressomaschine kann sich als ein Folterinstrument erweisen, das aus Verbrauchersicht mehr Probleme als Nutzen bietet. Einfachere Schalterbetätigungen, ergonomische Designs und vermisste Zusatz-Features könnten die Faszination dieser Maschinen erheblich steigern.
Autor : Wolfgang Schlünzen
Lust auf Blicke in die Verbraucherwelt?
Wolfgang Schlünzen, T.: 02173-95 37 56 6, w.schluenzen@monheimerinstitut.de
Iris NötzelT.: 02173-95 37 58 2,
i.noetzel@monheimerinstitut.de
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