Monheimer Institut
German German English Suche
    Sie sind hier: Home > Research Insights  


Radioforschung - nach der ma ist vor der ma PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 03. November 2009
Das Monheimer Institut erobert die Welt des Radios

Was macht meinen Radiosender aus? Woraus besteht das Image meines Radiosenders? Wie kann ich mein Format verändern, um mehr Hörer anzuziehen und längere Verweildauern zu erreichen?

Diesen Fragen ist das Monheimer Institut in vielen Untersuchungen auf den Grund gegangen und ist dabei von den ausgetretenen quantitativen Forschungspfaden abgewichen. Um konkrete und umsetzbare Optimierungsmöglichkeiten für Radiosender aufzudecken, wurden psychologische Tiefeninterviews mit unterschiedlichen Hörertypen von AC-Sendern durchgeführt. Adult Contemporary (AC) ist das am häufigsten genutzte Radioformat, dessen Musikauswahl eine Mischung aus aktueller melodischer Pop- und Rockmusik beinhaltet.

Während sich TV und Internet in ihrem Drang nach der Vorherrschaft in deutschen Haushalten bekämpfen, liegt das Radio seit Jahren stabil auf dem dritten Platz in der Rangfolge der relevanten Medien. Die Anforderungen an das Radioprogramm sind dabei sehr vielschichtig: Unterhaltung & Information, Inspiration & Geborgenheit, Aktivierung & Entspannung sind nur einige der konträren Anforderungen, die ein Radioprogramm erfüllen muss.
radioforschung.jpg
zoom_1.png


In den durchgeführten Untersuchungen wurde deutlich, dass sich Hörer von "ihrem" AC-Sender stärkere Orientierung wünschen. Vielfach entsteht der Eindruck beim Hörer, dass sich die Radiosender mehr und mehr gleichen, so dass eine Unterscheidung zwischen den Sendern kaum noch möglich ist. Hörer von AC-Sendern weisen zwei (konträre) Bedürfnisse in der Nutzung von Radiosendern auf: Zum einen möchten die Hörer durch das Radiohören einer Gemeinschaft von (gleichgesinnten) Hörern angehören. Andererseits soll sich der "eigene" Radiosender aber auch von anderen Sendern abgrenzen, etwas anders sein als andere und damit die eigene Höreridentität unterstreichen. Dieses Einzigartigkeit wird in Zeiten, in denen der Radiomarkt hart umkämpft ist und viele Sender möglichst breite Zielgruppen ansprechen wollen, in der Wahrnehmung der Hörer weniger und weniger praktiziert. Wenn der Hörer aber zwischen Sender X und Sender Y keine Unterschiede mehr erkennt, warum sollte er sich an einen dieser Sender fest binden und somit zu einem Stammhörer werden?

Diese mangelnde Profilschärfe vieler AC-Sender wird v.a. am Musikmix festgemacht. Nicht überraschend, ist doch die Musik das Markanteste an einem Radiosender. Doch es gibt noch viele weitere Aspekte, die das Image eines Radiosenders ausmachen. Die Moderatoren sind beispielsweise insbesondere in den Morningshows von Interesse. Auch das Wortprogramm, Events, Gewinnspiele, Promotion und die Website des Senders tragen zum Senderbild bei.

Für jeden dieser Bausteine wurden für die untersuchten AC-Sender konkrete und umsetzbare Optimierungspotenziale abgeleitet. Mittels dieser Untersuchungen wurde deutlich, dass auch die qualitative Forschung ihre sehr reale Berechtigung in der sonst so zahlengeprägten Radioforschung hat.

November 2009
 
Aktuelles
Männer stehen auf Fußballerkleidung, Ältere orientieren sich an Madonna
Wer setzt Trends in der internationalen Modewelt? In der internationalen Modewelt spielen Stars und Sternchen ... [mehr]
maxdome startet Image-Kampagne über TV, Print und Funk
München (ots) - maxdome - Deutschlands größte Online-Videothek - wirbt ab sofort in einer breit ... [mehr]
Research Insight
Wovor haben Männer Angst und wovor die Senioren?
In einer repräsentativen Umfrage in der deutschen Bevölkerung im Alter von 18 ... [mehr]
Wer uns regiert? Weiß ich doch nicht!
Eine bevölkerungsrepräsentative Online-Befragung des MI und respondi AG Ende März 2011 zeigt, ... [mehr]
Research Insights ist ein Presse- und Informationsdienst des Monheimer Institutes.
[Zur RI Datenbank]
Methodenvorstellung
Visual Communication Scan TV (VCS TV) - Ein Testtool für TV-Spots
Wie lassen sich durch TV-Spots erzeugte bildliche, sinnliche und emotionale Assoziationen quantifizieren? Vermitteln die durch ... [mehr]